Ehrenamtswochenende

Fett beschlossen auf dem Landestreffen: wir wollen die Falken für Geflüchtete öffnen. Das bringt Fragen, Herausforderungen, Unsicherheiten mit sich (ähm – am Ende ist es aber eine Bereicherung), denen wir uns stellen wollen. Das Wochenende soll dazu genutzt werden, um einen ersten Auftakt zu machen. Und damit wir nicht immer nur über irgendwen reden, laden wir unsere (noch) nichtdeutschen Homies dazu ein. Deswegen wird es auch ein Wochenende der Begegnung mit viel Spaß :)
Wenn ihr jetzt schon Fragen rund ums Thema „Refugees welcome bei den Falken“ habt, dann her damit. Raik, Tina und Susi sind nämlich am eifrigen Vorbereiten des Wochenendes.
Kosten: 15€
Fahrtkosten: werden erstattet
Essen: lecker und kochen wir wie immer zusammen

Anmeldungen bitte ans Landesbüro via info@falken-mv.de oder 0381/66635365

Das Ehrenamtswochenende wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung von Aktion Mensch und dem LAGuS M-V.

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Jugend-Sommercamp-Impressionen

Nun ists ja wirklich schon lange her, dass wir in Berlin-Heiligensee waren und jeden Tag 30Grad mit viel Sonne genossen haben, schattige Plätzchen für Gruppenzeiten, Workshops, Funis und Komittees suchten und den Weg zum See mit Augen zu fanden. Hach, war das gut… Hier jetzt nochmal zum Erinnern und Zurückdenken und Träumen und Freuen. Wenn ihr mehr sehen wollt: kommt mich im Büro besuchen.

F! Susi

Das Zeltlager wurde ermöglichst durch die finanzielle Unterstützung des LAGuS M-V, der Kreuzberger Kinderstiftung sowie Aktion Mensch und natürlich durch unsere ehrenamtlichen Helfer*innen. Dankeschön.

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70 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus – Jugendgruppe aus M-V gedenkt in KZ-Gedenkstätte Auschwitz (Pressemitteilung)

15 Jugendliche im Alter von 15 – 27 Jahren aus M-V nahmen an der bundesweit organisierten Gedenkstättenfahrt des Kinder- und Jugendverbandes SJD – Die Falken teil. Vom 06. – 10. April 2015 trafen sich 550 Jugendliche des Verbandes in Krakau/Polen, um anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Nationalismus der Opfer zu gedenken.
Neben Führungen durch die Gedenkstätte Auschwitz und Birkenau fanden Workshops statt, um über die Aktualität von Antifaschismus und über emanzipatorische Formen des Gedenkens zu debattieren.
Der Fahrt voraus ging ein dreitägiges Seminar in Rostock, das die Jugendlichen auf die Fahrt vorbereitete. „Wir haben uns mit unserem eigenen Zugang zum Thema Nationalsozialismus beschäftigt, mit der Geschichte des Nationalsozialismus, Opfergruppen, dem Lebensalltag in Konzentrationslagern und Widerstand“, so Susi Zeisler, Bildungsreferentin des Landesverbandes M-V, die die Jugendlichen in der Vorbereitung und auf der Fahrt begleitete. „Wichtig war uns, auch einen regionalen Bezug herzustellen.“ Dazu wurden in Kooperation mit dem Max-Samuel-Haus Biographien von Jüdinnen und Juden aus Rostock erforscht. Bei dem anschließenden Stadtrundgang wurden die ehemaligen Wohnhäuser dieser Personen besucht. Zu den bekannten Persönlichkeiten zählen unter anderem Rosa und David Katz, nach denen heute das Institut für pädagogische Psychologie benannt ist. Der Stadtrundgang endete mit einer Gedenkminute auf dem jüdischen Friedhof.
Die Sozialistische Jugend – Die Falken war der erste Verband, der nach dem Ende des Nationalsozialismus in Gedenkstätten gefahren ist und mit der Verdrängungskultur gebrochen hat. Heute steht neben Ferienfreizeiten vor allem außerschulische politische Bildungsarbeit im Vordergrund. Das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus ist dabei ein wichtiger Baustein – Phänomene wie Pegida und AfD machen die Notwendigkeit dieser Arbeit deutlich.
Die Teilnehmenden der Fahrt sind mit vielen Eindrücken zurückgekehrt. Einig sind sich die Jugendlichen darin, dass das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus keine einmalige Sache bleiben darf. „Wir möchten einen weniger bekannten Gedenkort in unserer Region aufsuchen und weiteren Jugendlichen die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und unserer heutigen Verantwortung ermöglichen“, so Ela Jainsky, eine Teilnehmerin der Fahrt.

Informationen zur Gedenkstättenfahrt 2015 – für interessierte Jugendliche ab 15 Jahren

Vom 05.-11.04.2015 werden wir mit ca. 400 Falken aus dem gesamten Bundesgebiet nach Krakau und in die KZ-Gedenkstätte Auschwitz fahren, um 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und uns in Workshops mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Wenn du an der Fahrt teilnehmen möchtest, dann lies dir bitte folgende Informationen aufmerksam durch.

Voraussetzungen zur Teilnahme:
– gültige Reisedokumente, i.d.R. Personalausweis
– Teilnahme an dem Vorbereitungsseminar vom 30.03.-01.04.2015 in Rostock (Kosten: 30,00€ inkl. Unterkunft im Hostel, Verpflegung, An- und Abreise)

Auf dem Vorbereitungsseminar werden wir uns insbesondere mit uns als Gruppe im Kontext der Gedenkstättenfahrt auseinandersetzen, Erwartungen und Befürchtungen klären sowie unser Wissen zu den Themen Nationalsozialismus und dem System Konzentrationslager erweitern.

Zur Gedenkstättenfahrt:
– Anreise am 05.04. abends ab Rostock mit dem Bus
– Abreise am 10.04. abends, Ankunft 11.04. früh in Rostock
– Unterbringung Wohnheimen des Studentenwerkes in Krakau
– vor Ort wird es verschiedene Workshops geben, an zwei Tagen sind wir in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (mit Führungen)
– einen besonderen Fokus wird unser Gedenken einnehmen
– es wird täglich Reflexionsrunden geben
Kosten: 70,00€ (inkl. Fahrt ab Rostock, Unterkunft, Verpflegung, Programm)

Zu den Kosten: derzeit versuchen wir noch, eine zusätzliche Förderung zu bekommen, sodass wir die Teilnahmebeiträge senken können. Versprechen können wir nichts. Wenn ihr an der Fahrt teilnehmen möchtet, aber finanzielle Schwierigkeiten habt, dann sprecht mich bitte an. Daran soll eure Teilnahme nicht scheitern.

Das Vorbereitungsseminar sowie die Gedenkstättenfahrt wird von unserer Bildungsreferentin Susi Zeisler organisatorisch und inhaltlich begleiten. Diese hat bereits zwei ähnliche Fahrten in die Gedenkstätte mit jungen Erwachsenen begleitet.

Bitte meldet euch bis zum 20.02.2015 für die Fahrt per E-Mail an info@falken-mv.de an. Teilt euren Namen, Geburtsdatum, Anschrift sowie eine Telefonnummer euer Erziehungsberechtigten mit, wenn ihr noch nicht 18 Jahre alt seid. Meldet euch schnell an, die Gruppengröße ist beschränkt auf 12 Teilnehmende. Teilt uns auch mit, ob ihr eine Schulbefreiung benötigt (9./10.04.)

Wenn ihr sonst noch Fragen habt, schickt uns am besten eine e-Mail (info@falken-mv.de) mit euer Telefonnummer oder sprecht auf den Anrufbeantworter, dann rufen wir euch zurück.

Freundschaft! Susi

Wahlen, Demos, Aufkleber – Ein Bericht über das zweite Ehrenamtswochenende vom 13.-15.9.

Das zweite Ehrenamtswochenende, diesmal unter dem Motto ‚Aktiv gegen Nazis‘ ist vorbei. Dieses mal waren waren wir in der Heimvolkshochschule Vogelsang.

Bevor es am Freitag nach Vogelsang ging, gab es einen Zwischenstopp in unserer Jugendbegegnungsstätte in Kröpelin. Dort war U18-Wahlabend und lecker Abendbrot angesagt. So konnten alle Menschen, die bei der ‚echten‘ Wahl noch nicht mitstimmen dürfen, im Wahlzimmer der Jubek ihre Stimme abgeben. Die Wahlurne in Form eines Hamsters namens Susi wurde dafür eigens von der Jubek-Gang gebastelt. Nach dem Essen ging es dann weiter nach Vogelsang, ankommen, Zimmer beziehen, das Programm der nächsten Tage angucken, den Abend ausklingen lassen.

Im Mittelpunkt des Wochenendes stand ein Demo- und Blockadetraining von Hauke, einem Referenten aus dem Aktionsbündnis ‚Skills for Action‘. ‚Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?‘, ‚Was ist ziviler Ungehorsam?‘, ‚Warum demonstrieren wir eigentlich?‘, ‚Sind Demos und Blockaden sinnvoll und können die Gesellschaft verändern?‘, ‚Heißt Meinungsfreiheit auch, dass man die Meinung von Nazis unwidersprochen hinnehmen muss?‘ und andere Fragen wurden diskutiert. Außerdem gab es auch praktische Übungen und ein 1×1, was man auf eine Demo mitnehmen sollte und was nicht. Hauke konnte uns zudem viel Spannendes aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz berichten.

Außerdem hat Lisa, die auch schon beim ersten Ehrenamtswochenende mit dabei war, mit uns ein Argumentationstraining durchgeführt. ‚Was tun, wenn jemand in der Nähe rassistische oder andere stumpfe Äußerungen raushaut?‘, ‚Mit wem lohnt es sich zu diskutieren und mit wem nicht?‘, ‚Wie diskutiere ich am geschicktesten?‘ waren dabei zentrale Fragen, die von Lisa beleuchtet wurden.

Außerdem haben wir am Wochenende einen neuen Aufkleber entworfen, der in den nächsten Tagen gelayoutet wird und dann hoffentlich bald gedruckt werden kann. So haben wir auch ein bleibendes Ergebnis vom Wochenende. Es gab viele kreative Vorschläge für Sprüche auf dem Aufkleber. Letztendlich entschieden haben wir uns für ‚Heute schon was gegen Nazis gemacht?‘. Sieger der Herzen bleibt der mehr oder weniger ernst gemeinte Vorschlag ‚Naziaufläufe überbacken!‘.

 Es war eine schöne Zeit.

– Ein Bericht von Thomas

Wir bedanken uns für die finanzielle Untersützung unserer Seminarreihe bei der Stiftung Aktion Mensch.

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Nazis, Frei.Wild, Popcorn – Ein Bericht über das Ehrenamtswochenende

 1. Ehrenamtswochenende 2013 „All about Nazis“

Am 3. Juniwochenende fand das 1. Ehrenamtswochenende dieses Jahres im E-Werk in Sassnitz statt. 20 Falken aus Mecklenburg-Vorpommern trafen sich am Freitag, alle mit dem Ziel, sich genauer über die rechte Szene und ihre Erscheinungsformen in MV zu informieren. Am Freitag haben wir uns erstmal die Bäuche vollgehauen und sind danach in eine kleine Kennlernrunde eingestiegen. Den Einstieg in die Thematik haben wir mit einem kleinen Spiel gemacht, bei dem es darum ging, die prozentuale Zustimmung zu verschiedenen Statements auf Basis einer aktuellen Studie zu Alltagsrassismus zu schätzen. Am Samstagmorgen haben wir mit einem Workshop von Felix und Kiwi zum Thema „Menschenverachtende Einstellungen“ den Tag begonnen. Wir haben die verschiedenen Formen von Diskriminierung sowie die Erscheinungsformen des Alltagsrassismus behandelt. Außerdem sind wir näher auf verschiedene menschenverachtende Einstellungen eingegangen. Nach dem Mittag und einer langen, entspannten Pause haben wir mit Lisas Workshop „Nazistrukturen in MV“ weitergemacht. Dabei haben wir uns informieren können, wie die NPD in MV vertreten ist, welche Gliederungen und Strukturen es sonst noch gibt und wer leitende Persönlichkeiten in der rechten Szene sind. Abends gab es dann die Möglichkeit in kleiner Runde über das Thema „NPD-Verbot Ja/Nein?“ zu diskutieren. Danach wurde bei Bier und Popcorn am Lagerfeuer entspannt und geschnackt. Sonntag früh wurden zuerst die Zimmer aufgeräumt, dann haben wir den letzten Workshop des Wochenendes durchgeführt, bei dem wir uns mit Nazi-Symboliken und Marken und so weiter beschäftigt. Ebenso haben wir uns näher mit Frei.Wild und den Orsons beschäftigt, auf deren Texte geschaut und diskutiert, was daran gefährlich sein kann. Danach haben wir noch fix das Haus wieder auf Vordermensch gebracht, uns mit Essen auf die Fahrt vorbereitet und ein Gruppenfoto gemacht.

Ein Bericht von Raik.

Wir bedanken uns bei der Aktion Mensch Stiftung für die finanzielle Unterstützung.aktionmensch_logo