10 Jahre nach Utøya: Gedenken, Film, Workshop

Am 22. Juli jährt sich der Anschlag auf das Jugendcamp der AUF auf Utøya zum 10. Mal. Wir organisieren mit Jusos Rostock und Friedrich-Ebert-Stiftung MV einige Veranstaltunge

22 Juli, 15.25 Uhr – Öffentliches Gedenken, auf dem Gertrudenplatz
22. Juli, 19 Uhr – PolDo: Dokumentarfilm zu Hintergründen und Überlebenden, im Peter-Weiss-Haus
23. Juli, 15-18 Uhr – Workshop: Trauer und Handlungsdruck im Kontext rassistischer und menschenfeindlicher Gewalt, im Peter-Weiss-Haus

Am 22. Juli 2011 griff ein Rechtsterrorist das Regierungsviertel in Oslo und ein Jugendcamp der norwegischen AUF, der sozialdemokratischen Jugendorganisation, auf Utøya an. Der Angriff galt denjenigen, die sich für eine fortschrittliche, offene und solidarische Gesellschaft einsetzen. 69 Jugendliche wurden auf Utøya ermordet, 8 Menschen starben bei dem Bombenanschlag in Oslo.

Falken MV und die Friedrich-Ebert-Stiftung MV gedenken 10 Jahre nach dem Attentat der Opfer des Anschlags auf Utøya und in Oslo. Wir schließen daran die Forderung für ein solidarisches Heute an: Wir dürfen rechten Terror nicht als „Einzeltaten“ klein reden. Wir gedenken der Opfer und setzen uns mit ihren Erfahrungen auseinander. Wir stellen die Frage, welche Rolle Erinnern und Trauern in antifaschistischer Politik haben kann.

Öffentliches Gedenken: Rechten Terror bekämpfen! 10 Jahre nach Utøya

Gertrudenplatz, Rostock

Viel zu oft gibt es rechte Anschläge. Mehmet Turguts Ermordung durch den NSU, Halle, Hanau – um einige Schlagworte zu nennen. Das Gedenken an den Anschlag in Oslo und auf Utøya soll uns in Gedächtnis rufen: Eine freie Gesellschaft müssen wir jeden Tag verteidigen. Dies bedeutet rechten Weltanschauungen auf allen Ebenen antifaschistische Antworten entgegenzusetzen.

Von der alltäglichen Gewalt auf der Straße, über den Terror des NSU und seiner lückenlosen Aufklärung (!) bis hin zu Netzwerken in Polizei und Sicherheitsapparat wie bei Nordkreuz. Wir gedenken der Opfer von Utøya und fordern: Rechten Terror bekämpfen!

Die Kundgebung wird gemeinsam mit den Jusos Rostock organisiert.

Mehr dazu findet ihr unter www.falken-mv.de/termine/utoya-gedenken

PolDo: 10 Jahre nach Utøya – Dokumentarfilm zu Hintergründen und Überlebenden

Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21, Rostock

Die Dokumentation zeigt Hintergründe und befragt Überlebende des Anschlags auf der Insel Utøya. Der Film klärt darüber auf, was passiert ist und gibt Einblicke, wie Überlebende die Gewalt erlebt haben und verarbeiten. Im Anschluss an den Film wollen wir mit euch ins Gespräch kommen, wie Erinnern und Unterstützung nach rechter Gewalt aussehen können.

Der Poldo wird gemeinsam mit der FES MV organisiert.

Mehr dazu findet ihr unter www.falken-mv.de/termine/utoya-poldo

Workshop: 10 Jahre nach Utøya – Trauer und Handlungsdruck im Kontext rassistischer und menschenfeindlicher Gewalt

Peter-Weiss-Haus Doberaner Straße 21, Rostock

Wenn ein Anschlag verübt oder eine andere Gewalttat aus Motiven gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verübt wird, wissen politisch engagierte Menschen oft nicht, was sie als Erstes tun sollen – trauern oder Gegenmaßnahmen organisieren, Schutzräume für sich und andere bilden oder kämpferische Präsenz zeigen. Die Gefahr, sich zu überlasten angesichts zahlreicher Gefahren und Notwendigkeiten, ist groß.

Der Wunsch zu handeln, ist oft stärker als die Frage, was man in der Lage ist zu leisten. In diesem Workshop wollen wir anläßlich des zehnten Jahrestages des Massakers von Utøya (Norwegen) nach Wegen suchen, wie wir handlungsfähig bleiben ohne in der völligen Erschöpfung zu landen, und wie Trauer uns dabei helfen kann.

Ralf Oberndörfer ist freiberuflicher Rechtshistoriker. Er arbeitet zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und hat eine Ausbildung im Bereich Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall Rosenberg).

Der Workshop wird von der FES MV organisiert.

Mehr dazu findet ihr hier; hier bitte auch anmelden: https://www.fes.de/landesbuero-mecklenburg-vorpommern/veranstaltungen

 

Photo by Vidar Nordli-Mathisen on Unsplash

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