Repression in Russland – Schreibt Briefe und Postkarten!

Am 28. April ging es bei unserer Online-Infoveranstaltung um Repression in Russland. Der „Netzwerk-Fall“ sorgte dort für einiges Aufsehen. Lest mehr über die Betroffenen auf Rupression.com.

Im Herbst 2017 kam es in der Stadt Pensa zur Festnahme von sechs Personen. Einigen von ihnen wurden Waffen und Sprengstoff untergeschoben. In Untersuchungshaft waren sie Misshandlungen und Folterungen durch Angehörige des Inlandsgeheimdienstes FSB ausgesetzt, die Kabel an diversen Körperteilen der Festgenommenen befestigten und diese unter Strom setzten. Unter Folter nötigten die Vertreter der Staatsgewalt die jungen Männer zu vorgefertigten Aussagen, wonach sie die terroristische Vereinigung „Netzwerk“ gegründet haben und ihr angehören sollen.

Rupression.com

Zeigt euch solidarisch!

Man kann immer etwas tun. Holt euch ein Soli-Shirt und helft bei der Finanzierung der Anwaltskosten. Oder noch besser: Schreibt den Leuten im Knast! Das ist ganz einfach:

  • Postkartenrückseite in ein Word-Dokument kopieren.
  • Textfeld einfügen und auf der Postkarte schreiben.20 Blatt Fotopapier 10 x 15 230 g Hochglanz 9600 dpi Rückseite als ...
  • In den Knast darf man nur auf russisch schreiben, deswegen: Schreibt ganz einfache deutsche Sätze, und übersetzt sie bei translate.google.com auf russisch.
  • Die Adressen der Leute findet ihr auf Rupression.com
  • 90-Cent-Briefmarke draufkleben und ab die Post!

Was soll ich schreiben? Ich kenn die Leute ja gar nicht…

Im Knast hat man den ganzen Tag nix zu tun. Man freut sich über alles: Ein schönes Bild – vielleicht sogar ein Mandala zum Ausmalen; einen Bericht vom Strandspaziergang, in den man sich hineindenken kann; ein paar nette Worte. Seid kreativ!

Schreibt nur nichts, was den Leuten Ärger bringt. Es wird auch empfohlen, nicht eure privaten Adressen anzugeben.

Russland – Ein autoritäres System

Gesetze gegen LGBTIQ*, Kontrolle der Medien, tote Journalist*innen, Hindernisse für die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen – klingt ganz und gar nicht nice in Russland aktiv zu sein.

Und doch sind die Leute aktiv. Lasst uns die Genoss*innen dort unterstützen! Informiert euch. Zeigt euch solidarisch – über alle Grenzen hinweg!

Hier gibts eine Doku zu dem Netzwerk-Fall: