“Man muß es nicht nur wollen, sondern auch können und tun!” heißt ein Motto aus dem Landesverband.
Wir wollen, daß jeder Jugendliche im Landes eine gute Ausbildung erhält. Diese Forderung würden wir sofort unterschreiben. Aber ist das eine Forderung nur an andere? Nein, denn auch wir können eine umfassende Ausbildung sicherstellen und so werden wir es auch tun.
Die Pläne dazu schlummerten sowie schon lange in der Schublade. Jetzt wird es ernst. Und es ist nun auch etwas ganz besonderes dabei herausgekommen: kein/e Bürokauffrau / Bürokaufmann oder Kauffrau / Kaufmann für Bürokommunikation, sondern die vollständige Berufsbezeichnung lautet Kauffrau / Kaufmann für Tourismus und Freizeit.
- Grundsolides und zukunftsorientiertes Berufsbild.
- Die Ausbildung beginnt am 01. September 2006.
- Ausbildungsort ist das Landesbüro in Bad Doberan.
- Die Berufsschulausbildung wird in Rostock sein.
- Das Ganze dauert drei Jahre, 40 Stunden die Woche.
- Über die Ausbildungsvergütung reden wir persönlich.
Sagt es allen weiter!
- Bewerbungen sind ab sofort möglich. Los geht es!
- Das Arbeitsamt und die IHK werben schon für uns.
- Nur blendende Schulnoten beeindrucken uns nicht.
- Wir suchen eine Persönlichkeit, die sich entwickeln will.
- Fragen? Antworten jederzeit im Landesbüro: 038203-63684.
- Ansprechpartner und Ausbildungsverantwortlicher ist Herr Wendt.
Wir sind gespannt und freuen uns auf Dich!
In der Lehrstellenbörse der IHK sind wir bereits zu finden…
Kommentar von Landesbuero — 06.07.2006 @ 14:15
Die Lehrstellenstiation ist - wieder einmal - sehr dramatisch. Inzwischen wird bereits ein erheblicher “Berg” von jungen Menschen ohne Lehrstelle aus den Vorjahren vor sich her geschoben. Die Ostsee-Zeitung berichtet heute auf der Titelseite:
Interessant übrigens, wenn man die originale Pressemitteilung aus dem Wirtschaftsministerium liest:
Quelle: http://www.wm.mv-regierung.de/
Kommentar von Landesbuero — 06.07.2006 @ 14:39
Na, das ging ja wirklich fix. Die erste Bewerbung auf das IHK-Inserat liegt bereits vor. In die Datenbank
beim Arbeitsamtbei der Agentur für Arbeit werden wir auch demnächst aufgenommen und in der Lehrstellenbörse der örtlichen Presse erscheinen wir ebenso.Kommentar von Landesbuero — 06.07.2006 @ 17:58
Bereits 27 schriftliche Bewerbungen zeigen, daß unser Ausbildungsangebot in der Zwischenzeit schon ziemlich bekannt gemacht wurde. Ende dieser Woche wollen wir die Bewerbungen sichten und eventuell erste Einladungen zur Vorstellung aussprechen.
Kommentar von Landesbuero — 17.07.2006 @ 13:45
Ostsee-Zeitung, Dienstag, 18. Juli 2006
Weiterhin Lehrstellen gesucht
Laut Arbeitsagentur Rostock gab es Ende Juni noch 1125 freie Ausbildungsstellen im Agenturbetrieb. Doch dem gegenüber standen mehr als 2000 Jugendliche, die noch einen Ausbildungsplatz suchen.
Stadtmitte In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr, doch viele Jugendliche haben bis jetzt keine Lehrstelle gefunden. Zwar gab es laut Arbeitsagentur Rostock Ende Juni noch 1125 freie Ausbildungsstellen im Agenturbezirk, doch dem standen mehr als 2000 suchende Jugendliche gegenüber. „Alle, die es wollen, bekommen auch ein Angebot von uns, doch es gibt immer mehr Bewerber, als Ausbildungsstellen vorhanden sind“, sagte Gritt Ehlers von der Agentur für Arbeit. Als erfreulich bezeichnete sie, dass es in diesem Jahr 311 Lehrlingsplätze mehr als 2005 gibt.
Ingo Schlüter vom Deutschen Gewerkschaftsbund in Rostock dämpft die positive Stimmung über eine gewachsene Ausbildungsfreude der Betriebe. „Wir können das von der Bundesagentur für Arbeit (BA) ausgewiesene Plus an Ausbildungsplätzen nicht nachvollziehen“, sagte er. Die Nichtübereinstimmung der Zahlen führt er auf „ein statistisches Durcheinander“ bei der Arbeitsagentur zurück. Der Gewerkschaftsbund verzeichne seit Jahren einen Negativtrend. Waren es im Durchschnitt 1993 noch 63 betriebliche Lehrstellen auf 100 Bewerber, so seien es derzeit nur noch 41 Plätze. „Nicht einmal jeder Zweite kann danach einen betrieblichen Ausbildungsplatz bekommen.“ Ingo Schlüters Analysen besagen: „Weniger als 20 Prozent aller Betriebe bilden aus.“ Er plädiert deshalb dafür, dass Betriebe, die nicht ausbilden, zur Kasse gebeten werden sollten.
„Es darf nicht sein, dass sie einen Wettbewerbsvorteil haben“, sagte er. Deshalb müssten sie an den Kosten zur Förderung von Ausbildungsplätzen beteiligt werden. Schließlich würden große Summen für Prämien und Ausbildungsberater ausgegeben. Leider werde jenen, die keine Lehrstelle erhalten, oft zu verstehen gegeben, dass sie selber schuld seien. „Das ist eine große Schweinerei“, sagte Ingo Schlüter. „Die Betroffenen sind nicht schuld, denn sie haben keine realistische Chance, einen Platz zu bekommen.“
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat derzeit auf ihrer Internetseite http://www.rostock.ihk24.de noch rund 140 frei Lehrstellen zu bieten. Anette Müller von der IHK verweist darauf, dass Schüler auch die Möglichkeit der Einstiegsqualifizierung nutzen sollten. „Wer keine Lehrstelle nach seinem Wunsch bekommt, sollte einen Praktikumsplatz annehmen, um sich so für einen Ausbildungsplatz zu empfehlen.“
BARBARA HENDRICH
Kommentar von Landesbuero — 18.07.2006 @ 18:02
Ostsee-Zeitung, Mittwoch, 19. Juli 2006
CDU-Chef wirbt für mehr Ausbildungsplätze
Bad Doberan Mit Betriebsbesuchen und dem Verteilen der Förderrichtlinie für die Ausbildung junger Menschen will sich der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Henning von Storch für mehr Ausbildungsplätze einsetzen. „Bei erstmaliger Ausbildung kann ein Betrieb je Ausbildungsplatz 1500 Euro Fördermittel vom Land bekommen“, so von Storch. Nach seinen Recherchen waren Ende Mai noch 1297 Ausbildungsplätze offen. Demgegenüber standen 2985 Bewerber, die noch nicht vermittelt werden konnten. „Das mangelnde Qualifikationsniveau erklärt leider oftmals die offenen Stellen. Trotzdem möchte ich die Unternehmen ermutigen, weiter Ausbildungsplätze anzubieten“, kommentiert von Storch die Zahlen aus dem Bereich der Agentur für Arbeit Rostock, der die Hansestadt Rostock, die Kreise Bad Doberan und Güstrow sowie Ribnitz-Damgarten umfasst. Die Richtlinie und Formulare sind auch im Wahlkreisbüro erhältlich und können unter Tel.: 038203/42442 angefordert werden.
Löblich, löblich der Herr Abgeordnete. Insbesondere das offene Wort über das Qualifikationsniveau. Und was passiert mit den weniger Qualifizierten, was mit denen, die schon im letzten Jahr nichts fanden? Was kann getan werden, daß allen aufgeht, also auch den Jugendlichen selber, daß sie mit an ihrem Niveau zu arbeiten haben?
Die Konservativen haben ja auch nur noch die eine neoliberale Antwort auf alles parat: der Markt wird es schon richten. Macht er aber nicht. Im Gegenteil, die immer schnellere Vermarktung von Gesellschaft läßt bei jungen Menschen die Illusionen sprießen. Statt hart für sich und an sich zu arbeiten oder notfalls gegen die äußeren Bedingungen zu kämpfen, wollen sie lieber Superstar werden. So kommt mir das manchmal vor. Wenn schon die Konservativen die traditionellen Werte wie Fleiß und Ordnung nicht mehr vertreten, sondern quasi im Rollentausch lieber ohnmächtig auf den fiebrigen Markt setzen, wer soll das dann tun?. Gleichwohl, es ist Wahlkampf und sich für Minderheiten einzusetzen und sei es symbolisch, kommt immer gut, oder?
Übrigens, wichtig ist bei den 1.500 Euro Fördermittel das Wort KANN. Das gilt nämlich nicht für zum Beispiel Lehrlinge mit Hochschulreife, sprich Abiturienten.
Kommentar von Landesbuero — 19.07.2006 @ 17:03
Längst nicht allen Bewerbungen liegen überzeugende Zeugnisse bei, aber immerhin durchgängig Realschul- oder Abiturabschlüsse. Auf den Tisch kommen also noch längst nicht die ganz schlimmen Fälle. Aber es gibt sie. Eben wieder bei Panorama im Ersten.
http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2006/0720/schulchance.html
Die dort gezeigten Jugendlichen haben überhaupt noch keinen Schulabschluß. 80.000 Schicksalsgenossen sind es in jedem Jahr. Aber es ist durchaus kein Schicksal.
Ich kann es nicht mehr hören, das Märchen von der bösen Gesellschaft, die den jungen Menschen keine Chance läßt. Im Gegenteil, die ganz faulen Fälle tragen mit Sicherheit sogar dazu bei, daß sich mancher potentielle Ausbilder es sich dreimal überlegt, ob er überhaupt (wieder) ausbilden möchte.
Seit wir unseren Platz anbieten, habe ich nun schon so viele schlimme Geschichten gehört. Geschichten von Lehrlingen die keine Verantwortung für sich übernehmen wollen und fleißig sind nur beim Krankfeiern, von Ärzten die jeden Krankenschein unterschreiben, von Berufsschullehrern denen alles egal ist und von Eltern die keinen Einfluß mehr auf ihre Kinder haben oder nur noch schlechte Vorbilder sind.
Kann man sich damit einfach so abfinden?
Kommentar von Thomas — 20.07.2006 @ 23:39