Heute erreichte ein Atomtransport aus dem nordbrandenburgischem Rheinsberg das Zwischenlager im vorpommerschen Lubmin bei Greifswald. Es war richtig, die verstrahlten Reste des ehemaligen Forschungsreaktors der DDR neben den vielen verstrahlten Resten des Kernkraftwerkes Lubmin zu lagern. So ist der ganze atomare Mist der DDR beisammen und unter relativer Kontrolle. So weit, so gut oder sagen wir, so weit zwingend notwendig.
Leider könnte diese Einsicht von manchem Atomlobbyisten als Schwäche ausgelegt werden. Vielleicht denkt mancher von ihnen, daß der geringe Widerstand gegen den Transport von Rheinsberg nach Lubmin, am Desinteresse der Einheimischen liegt? Vielleicht hat ja schon die merkwürdig aufgeputschte und quergelenkte Klimadebatte des letzten Jahres gewirkt und die Deutschen wären der Kernenergie wieder geneigter? Ausgerechnet CO² soll der Klimakiller Nummer 1 sein! Ja, für wie verblödet werden die Fernsehkonsumenten eigentlich schon gehalten?
Aber unabhängig davon, sollten die Einheimischen besonders wachsam sein, damit das planvoll viel zu groß gehaltene Zwischenlager in Lubmin nicht als Ziel für den Atommüll aus ganz Deutschland oder gar aus Europa dient. Und falls diesbezüglich sich etwas regen sollte, hoffe ich auf massiven Widerstand. Und ich hoffe, daß spätestens dann auch die Falken Teil dieses Widerstandes sind. Also seid wachsam!
In der Summe plant der Landesverband für 2008 exakt 51 Angebote und Projekte mit 5.411 Teilnahmetage und einen Projekthaushalt von 226.585 Euro. Das sind im Vergleich zum Planansatz von 2007 eine deutliche Konzentration.
Die Zahlen gehen bis morgen (am 31.10. ist wie in jedem Jahr die Frist dafür) an den Landesjugendring, damit dieser unseren Anteil an der Verbandsförderung berechnen kann.
Übrigens, ganz spät abends rief noch jemand an, daß wir am Donnerstag unser “Strike Bike” geliefert bekommen würden.
Als Teilnehmer am SPD-Parteitag in Hamburg am Wochenende schwelge ich natürlich immer noch in den Erinnerungen an drei Tage voller Bilder und Eindrücke. Was bleibt ist das neue Grundsatzprogramm und einem ausdrücklichen Bekenntnis zum Demokratischen Sozialismus. Im Laufe der letzten acht Jahre und so lange währte ja die Programmdiskussion schien der Begriff ja von vielen Seiten attackiert, selbst von solchen, die in Hamburg sogar in die Bütt für ihn gingen. Nun, wollen wir nicht nachtragend sein, sondern uns freuen, daß insbesondere die “PDS” sich in “Die Linke” umbenannt hat und es somit der Sozialdemokratie deutlich leichter machte, sich den “Demokratischen Sozialismus” endlich wieder offensiv zu eigen zu machen.
Als “Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken” waren wir in den letzten Jahren (eigentlich so lange ich mich erinnern kann) mit unserem Namen ständig in der Defensive. Hunderte Male mußte ich die Herkunft und die Bedeutung unseres Namens erklären und selbst gegen Mitglieder und Angestellte des Verbandes hochhalten. Leider gab es nie ein gutes Material des Bundesverbandes, das man dazu hilfreich zur Seite hatte. Nicht einmal die Grundsatzerklärung von 1995 taugte richtig dafür, war sie doch feige sofort wieder für nichtig erklärt worden. Also suchte ich mir selber Argumente und Zitate zu “meiner” Sicht vom Sozialismus zusammen, um etwa in Helferschulungen darauf zurückgreifen zu können.
Nun hoffe ich, daß es uns als Gesamtverband gelingt, quasi im Windschatten der Tante SPD, wieder deutlicher machen zu können, was wir unter Sozialismus verstehen und warum es richtig ist, ihn im Namen zu tragen. Natürlich erwarte ich ebenso eine scharfe Abgrenzung zum Sozialismusbegriff der Kommunisten und Nationalisten. Es hat ja niemand gesagt, daß nun einfach alles leichter würde…
Statt im Büro mit Petra und Caro zu sitzen, mache ich es mir heute und das ganze Wochenende mit Gerd und Kurt (der gerade spricht) in Hamburg bequem. Die SPD hat zu ihrem Parteitag gerufen und viele, viele kamen, aber nicht jeder hat einen persönlichen Internetzugang. Als Teil der Pressemeute habe ich alles gut im Blick und konnte schon manche bekannte Urgesteine entdecken. Natürlich wimmelt das hier nur so von SPD-A-B-C-Prommies, aber die meine ich nicht, sondern natürlich - auf einer Falkenseite - (Ex-)Falken. Sogar einen Stand der Falken habe ich auf dem langen Irrweg durch das CCH schon gefunden. Allerdings waren die beiden Genossen zusammen knapp viermal so alt wie ich, so daß ich mich nicht traute, sie anzusprechen. Na, mal sehen, was sich so im Laufe der Tage ergibt und wer den leckersten Kaffee kocht.
Wenn Ihr hier auf dem Laufenden gehalten werden möchtet, dann laßt es mich an dieser Stelle wissen. Ansonsten kann man das alles auch im Livestream auf http://www.phoenix.de verfolgen. Daneben gibt es auch einige Blogs, die von hier aus fleißig befüllt werden, wie etwas auf: http://parteitag.websozis.de/. Wer Lust hat, wird dort auch einiges von mir zu Lesen bekommen und kann dort natürlich auch kommentieren.
Auf der letzten Landeskonferenz wurde die Landessatzung in zwei Punkten geändert. So wurden beschlossen:
- Die Punkte § 3 Punkt 5, § 3 Punkt 6 werden ersatzlos gestrichen.
- In der Satzung unter § 11 Punkt 2 (erweiterter Landesvorstand) wird eingefügt:
- das Genehmigen des vom Landesvorstand aufgestellten Haushaltsplanes,
- das Genehmigen des vom Landesvorstand eingestellten hauptamtlichen Personals,
- die Unterstützung des Landesvorstandes in allen Arbeitsbereichen.
Diese Änderungen sind nun sowohl in der Online-Ausgabe der Landessatzung eingearbeitet, wie auch in der PDF-Datei, die hier zum Download angeboten wird.
Während meines Urlaubs hatte ich die siebenseitige Niederschrift der letzten Landeskonferenz zur Kontrolle per eMail an den frisch gewählten Landesvorstand geschickt. Dieser hatte keine Einwände, so daß heute nach guter Sitte auf der Homepage die Beschlüsse der 2007er Konferenz veröffentlicht werden konnten.
Beschluß 6 wurde übrigens noch fristgerecht am 1. Oktober insofern umgesetzt, daß die Bestellung ausgelöst und das entsprechende Geld überwiesen wurde. Tatsächlich scheinen die gewünschten 1.800 Radbestellungen erreicht worden zu sein, denn der Homepage www.strike-bike.de kann man entnehmen, daß mit deren Produktion am gestrigen 22. Oktober begonnen werden konnte. Wir bekommen eines der Räder ab, ein rotes Damenrad als neues Dienstfahrzeug des Landesbüros.