Hallo allerseits,
schade, daß niemand der drei von uns Beteiligten, nämlich Philipp, Stephan und ich, an dieser Stelle etwas über unsere montägliche Reise geschrieben hat. Dann wüßtet Ihr nämlich von der “Eröffnungsveranstaltung zur Entwicklung eines Verfahrens zur Landesjugendverbandsförderung 2004-2005″ am 27.10. in Schwerin. Die Sache hat bereits eine furchtbar lange Geschichte (Stephan kann sie gut erzählen) und firmierte vormals oft unter “neues Fördermodell”.
Die Mitglieder des Landesjugendringes haben ein solches künftiges Fördermodell in mühsamer Arbeit zusammengezimmert. Genau dieses Modell soll nun ab 2006 Grundlage künftiger Förderung werden und damit die gegenwärtige Richtlinie 5 des Landesjugendplanes ersetzen. Statt der alten Fixierung auf Mitgliedszahlen und Teilnehmertagen sollen nun Qualität und Qualitätsentwicklung im Mittelpunkt der Bewertung stehen. Allerdings gibt es Geld auch zukünftig leider nicht auf Zuruf, sondern es braucht ein Verfahren.
Am Montag waren wir wie geschrieben bei der Eröffnung. Völlig naiv traten wir dort mit geballter Kompetenz an, weil wir davon ausgingen, daß wir uns sofort voll ins Zeug legen müßten. Leider herrschte dort jedoch alles andere als Einigkeit zwischen den Beteiligten und so konnten wir eben nicht sofort mit den Einzelheiten loslegen. Zum einen wurden die bis dahin geltenden Verfahrensgrundlagen kurzerhand vor Ort als geändert verkündet und zum anderen wunderte man sich dann über die enttäuschten Reaktionen der Vertreter der Verbände. Kein guter Anfang, wenn doch viel von “Partnerschaftlichkeit” im künftigen Verfahren die Rede ist.
Allerdings können wir uns nicht mit Betroffenheiten aufhalten, zumal Sozialministerium und Landesjugendamt ja doch am längeren Hebel sitzen. Es ist eigentlich auch kein Paradoxon, sondern Tatsache, daß eben diese Institutionen zugleich Fürsprecher der Jugendverbandsarbeit im Lande sind und dies ganz besonders gegenüber der Politik und von daher eher unsere Verbündeten. An einer guten Zusammenarbeit kommen wir letztlich im eigenen Interesse nicht vorbei.
Heute erhielten wir nun ein Fax, daß wir einer der fünf Verbände des Landesjugenringes sind, die bei diesem Verfahren mitwirken sollen. Die anderen sind die Evangelen, die Sportjugend, Gaymeinsam und der BDP. Damit gab es eine Selektion, denn ursprünglich hatten zehn Verbände (von 22) des LJR ihre Mitarbeit gewünscht. Wir stehen letztlich also stellvertretend für alle. Übrigens ist auch die “Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung” (LKJ, von der ich vor dem Montag noch nie etwas gesehen hatte, als sechste Organisation und Nichtmitglied des LJR) gesetzt mit dabei.
Tja, was kommt nun auf uns zu? 2004 beteiligen wir uns an der “Erarbeitungsphase” des Verfahrens, dann 2005 an der “Erprobungsphase” schon unter dem erarbeiteten Modell und seinem Verfahren. Und 2006 stellen dann schließlich alle Verbände um. Daraus folgt nun eine ganze Menge, auch und gerade für die konkrete Arbeit unserer Kreisverbände. Beantragungen und Fördermittel, Evaluation und Selbstkritik, Qualität und Qualitätssteigerung sind erste Stichworte…
Thomas